Monatliche Vortragsreihe am 30. April 2026 um 17 Uhr
„Der mittelalterliche Landesausbau und seine Folgen“ Prof. Dr. Matthias Hardt (GWZO)
Prof. Dr. Matthias Hardt, Historiker am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) Leipzig, spricht über die tiefgreifenden Veränderungen, die seit der Mitte des 12. Jahrhunderts zwischen Elbe/Saale und Oder stattfanden.
Für eine massenhafte Produktion von Getreide wurden Wälder gerodet, Gewässer begradigt oder trockengelegt und zahlreiche neue Siedlungen mit planmäßigen Grundrissen entstanden.
Dieser Landesausbau hatte ebenso vielfältige soziale und ökologische Folgen wie die Regelung der Jagd in den verbliebenen Wäldern, in denen die Landbevölkerung immer schwierigeren Zugriff auf Wildtiere als Ressource für Fleisch und Felle erhielt. Die Jagd wandelte sich derweil von der Subsistenz zum Sport und Freizeitvergnügen einer privilegierten Oberschicht. Deren Jagdpraktiken behinderten oft die agrarische Nutzung von Kulturlandschaften. Weiterhin hatte der Vorgang weitreichende Folgen für die materielle Kultur und Sprache der Bewohner sowie die Artenvielfalt der Region.
Eintritt 2,50€, ermäßigt 1,50€. Anmeldungen bitte unter 03493 401113 oder unter kreismuseum@anhalt-bitterfeld.de.







